8. April
Bauernaufstand
Der April erinnert daran, wie eng Frühling und Aufbruch oft miteinander verbunden sind; auch in der Geschichte. Die Bauernaufstände von 1524-1526 erhoben sich in vielen Regionen des Heiligen Römischen Reiches, was heute Teilen von Süddeutschland und somit auch Oberbayern bezeichnet, zehntausende Bauern gegen hohe Abgaben, Frondienste und fehlende politische wie persönliche Rechte. Inspiriert von der Lutherischen Bibel und deren reformatorischen Ideen formulierten sie in den „12Artikeln“ Forderungen nach mehr Gerechtigkeit.
Der Aufstand wurde jedoch von den Fürsten brutal niedergeschlagen, wozu wiederum Luther diese aufgefordert hatte. Bis 1526 starben dabei rund 100.000 Menschen.
Auch heute, also 500 Jahre später, erinnert uns der immer noch starke Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit und politischer Teilhabe, wie prägend die Ereignisse von damals für die europäische Geschichte geblieben sind.