Videopodcast zum "Donnerwetter"

In dieser Folge unseres Videopodcasts aus dem Oberland dreht sich alles um das Wetter und dessen Zusammenhänge. Moderatorin Raphaela Habermann nimmt Sie mit in eine Region, in der Gewitter nicht nur spektakulär, sondern oft auch herausfordernd sind. Wie entstehen diese plötzlichen Wetterumschwünge? Welche Besonderheiten prägen das Klima im Oberland? Und wie beeinflussen Hochnebel, Blitz und Starkregen den Alltag der Menschen? Mit spannenden Einblicken und fachkundigen Stimmen beleuchten wir die Naturgewalten aus verschiedenen Perspektiven.

In dieser Folge zu Gast:

Dr. Karl Gabl (Sachverständiger für Meteorologie)

Garnet Wachsmann (Klimapädagogin)

Stefan Schwarzer (Wetterbeobachter auf dem hohen Peißenberg)

Eine Folge für alle, die das "unsrige" Wetter besser verstehen wollen.

Unsere Gäste im Portrait

Dr. Karl Gabl

Steckbrief

Alter: 79

Wohnort: St. Anton am Arlberg/ Seehausen am Staffelsee

Funktion:

• Ehemals Leiter der Regionalstelle der ZAMG für Tirol und Vorarlberg

• 15 Jahre Präsident des Österr. Kuratoriums für Alpine Sicherheit

• „Erfinder“ der Alpinmesse in Innsbruck

• Sachverständiger für Meteororologie

• Bergführer

Bezug zum Oberland: Meine Frau Stephanie aus Uffing

Was beschäftigt dich gerade besonders: Schneelasten auf Dächern, als Schöpfer der ÖNORM Schneelasten z. B. Wetterberatung Mt. Everest und Thomas Huber, Stefan Siegrist Eiger Nordwand

Ein Satz, der dich gut beschreibt: Ich kämpfe nicht gegen Personen, sondern für eine Idee.

Garnet Wachsmann

Steckbrief

Alter: 65

Wohnort: Altenau

Funktion: Im Oberland aktiv bin ich in erster Linie bei der Energiewende Oberland als Bildungskoordinatorin tätig. In diesem Rahmen bilde ich auch Klimapädagogen*innen aus, Projekt KlimaAlps. Bin also auch selber Klimapädagogin.

In Kooperation mit dem Naturpark Ammergauer Alpen richte ich zwei Module des Projektes im Ammertal aus, das Grundlagenmodul und Sichtbarer Klimawandel im Grünland (Landwirtschaft). Dafür wurden im Ammertal mehrere Stationen aufgebaut, u.a. einen klingenden Klimawandel und auf der Klimawiese u.a. einen phänologischen Garten ein Gießkannenbaum und ein Flächenbuffet.

Außerdem bin ich freiberuflich für Glentleiten als Museumsführererin tätig. Aktuell mit einer Sonderführung im Rahmen des Klimafrühlings zum Thema Klima, Landwirtschaft früher-heute-morgen.

Was beschäftigt dich gerade besonders: Die sichtbaren Veränderungen durch den Klimawandel beschäftigen mich besonders. So bin ich auch ehrenamtliche für den Deutschen Wetterdienst als phänologische Beobachterin unterwegs im Ammertal (seit 5 Jahren). Seit dem letzten Jahr nehme ich auch am Schmetterlingsmonitoring für das Helmholtz Institut teil. Schmetterlinge dienen besonders als Indikatoren für den Klimawandel.

Bezug zum Oberland: Bekannt im Oberland bin ich wohl am meisten als Phänologen und Humus/Boden-Frau im Zusammenhang mit der Klimawiese im Ammertal. So schreibe ich u.a. im Newsletter des Landkreises GAP Gartenbau den phänologischen Teil.

Ein Satz, der dich gut beschreibt: Ein kreatives Nordlicht mit viel Empathie für Oberbayern, nicht nur wegen dem Klima.

Ich bin ein neugieriges Großstadtgewächs (Hamburg) und tanze auf vielen Hochzeiten, oft sehr innovativ. War beim ersten Bioenergiedorf (Niedersachsen) dabei, habe im Hamburger Schauspielhaus als Artisten gearbeitet.

Seit wann machst du das, was du heute machst? Seit ich in Oberbayern lebe, also seit 2011 bin ich im Rahmen der Energiewende unterwegs (Bildung). Speziell das Thema sichtbarer Klimawandel seit 2018. Da habe ich für das Projekt die Vorstudie geschrieben.

Stefan Schwarzer

Steckbrief

Alter: 53

Wohnort: Peißenberg

Funktion: Hauptberuflich: Schwierig, beim DWD gibt es nicht einmal einen Namen für das was ich mache. Früher war die inoffizielle Bezeichnung Wetterbeobachter, das gibt es mittlerweile ja nicht mehr (Automatisierung), seitdem programmiere ich für das GAW Programm im Observatorium (Global Atmosphere Watch), kümmere mich noch ein wenig ums Wetter und mach Öffentlichkeitsarbeit wie Führungen und Vorträge.

Nebenberuflich habe ich für die Gemeinde Peißenberg das Hochwasserfrühwarnsystem SWarn entwickelt und programmiert, betreue die Sensorik, bin beratend für Feuerwehr und Gemeinde im Unwetterfall unterwegs und gebe auch hier für den Katastrophenschutz Vorträge zum Thema Unwetter

Wofür bist du im Oberland bekannt? Bekannt anscheinend vor allem über meine Facebookseite https://www.facebook.com/wetter.peissenberg/, die Seite ist jedoch nur Hobby und quasi eine Art „Abfallprodukt“ meiner beruflichen Tätigkeiten und dem Hobby Wetter und Natur. Da geht es mir vor allem ums Erklären, was man aktuell so am Himmel sieht, wie manche Wettererscheinungen entstehen, ich berichte aber auch im Unwetterfall über die aktuelle Lage. Ansonsten auch bekannt wegen meiner Vorträge usw.

Was beschäftigt dich gerade besonders: Aktuell habe ich mit SWarn2 die neueste Version des Frühwarnsystems herausgebracht, was hoffentlich in Zukunft auch von Landratsämtern eingesetzt werden kann, denn bei Unwettern und Katastrophenlagen sind ja meist viele Gemeinden betroffen und jede Gemeinde kann von den Daten und Warnungen profitieren.

Seit wann machst du das, was du heute machst? Wetter? Beruflich seit 1995, ab 1997 war ich 11 Jahre Beobachter auf der Zugspitze, seit 2009 im Observatorium Hohenpeißenberg. Die nebenberufliche und gleichzeitig auch zum großen Teil ehrenamtliche Frühwarngeschichte mache ich seit 2016

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