Wildes Oberland - Folge 4

Klein, gut versteckt und für viele völlig unbekannt: Die Kurzohrmaus ist ein wichtiger Bewohner unserer heimischen Landschaften. In diesem Trailer gibt Laura Ganner einen Einblick in die dritte Folge von „Wildes Oberland“ und erklärt, warum der Schutz ihres Lebensraums so bedeutsam ist. Ein kurzer Vorgeschmack auf ein Gespräch über Artenvielfalt und die kleinen Tiere, die das Oberland besonders machen.

Steckbrief

Weißstorch (Ciconia ciconia)


Ordnung: Storchenvögel (Ciconiiformes)
Familie: Störche (Ciconiidae)
Gattung: Eigentliche Störche

Größe: 95 bis 110 Zentimeter
Flügelspannweite: bis zu 220 Zentimeter

Merkmale: Weißes Gefieder, schwarze Schwungfedern, rote Beine und roter Schnabel.

Lebensraum: Feuchte Wiesen, Weiden, Moore und Gewässer. Im Oberland gibt es größere Brutkolonien in Polling und Raisting.

Nahrung: Mäuse, Insekten, Regenwürmer, Frösche und Fische.

Brut: Meist zwei bis fünf Eier. Die Horste liegen häufig auf Dächern, Türmen oder Masten.

Verhalten: Weißstörche besitzen kaum eine Stimme. Zur Verständigung klappern sie mit dem Schnabel. Besonders gut ist dieses Verhalten bei der Begrüßung am Horst zu beobachten.

Zugverhalten: Ein Großteil der Störche zieht im Spätsommer nach Südeuropa oder Afrika. Einige Tiere überwintern inzwischen auch in Mitteleuropa.

Gefährdung: Der Verlust von Feuchtwiesen, intensive Landwirtschaft, Nahrungsmangel und ungesicherte Stromleitungen können den Bestand beeinträchtigen.

Weißstörche im Oberland

Eine Erfolgsgeschichte auf langen Beinen

Wenn im Frühjahr auf Hausdächern, Kirchtürmen und hohen Bäumen wieder das Klappern der Weißstörche zu hören ist, beginnt im Oberland die Brutsaison. Besonders im südlichen Ammerseebecken haben sich die großen Vögel in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark ausgebreitet. Raisting ist dabei zum Mittelpunkt einer Entwicklung geworden, die selbst erfahrene Storchenbeobachter überrascht hat.

Text von Julia Bezucha