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Evangeliken

Ein neues Bürgerrecht in Bayern

Am 30. Juli 1801 wurde der Kaufmann Michel als erster evangelischer Bürger Münchens aufgenommen.

Bis dahin war München über Jahrhunderte fast ausschließlich katholisch geprägt. Nach dem Augsburger Religionsfrieden bestimmte der Landesherr die Konfession seiner Untertanen – und die Wittelsbacher standen klar für den Katholizismus.

Mit Kurfürst Max IV. Joseph änderte sich das. Seine Ehe mit einer lutherischen Prinzessin aus Baden brachte evangelisches Leben an den Münchner Hof. Als ein protestantischer Kaufmann das Bürgerrecht beantragte und der Münchner Magistrat zunächst ablehnte, griff Max Joseph ein. Der Kaufmann wurde aufgenommen.

Wenige Jahre später veränderte das Bayerische Religionsedikt von 1803 die Verhältnisse grundsätzlich, indem Lutheraner und Reformierte gleiche Rechte wie Katholiken erhielten.

Evangeliken
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