Glühwürmchen
Biolumineszenz im Sommer
Glühwürmchen sind keine Würmer, sondern Leuchtkäfer. Ihr Licht entsteht durch eine chemische Reaktion im Körper; dabei reagieren Luciferin, Sauerstoff und das Enzym Luciferase miteinander. Diese Biolumineszenz erzeugt nahezu kaltes Licht, also Licht mit sehr geringer Wärmeabgabe.
In Mitteleuropa sind vor allem der Große Leuchtkäfer und der Kleine Leuchtkäfer bekannt. Das Leuchten dient der Fortpflanzung, wobei Weibchen und Männchen sich über artspezifische Lichtsignale finden. Besonders gut zu beobachten sind Glühwürmchen an warmen, windstillen und eher feuchten Abenden im Juni und Juli.
Ihre Larven leben räuberisch und ernähren sich vor allem von Schnecken. Deshalb brauchen Glühwürmchen strukturreiche Lebensräume wie Wiesenränder, Hecken, Waldränder, feuchte Gärten oder Böschungen.