Bergbau in Mittenwald
Bergbau in Mittenwald
Bergbau in Mittenwald
Mittenwald: Das vergessene Blei im Wettersteingebirge
Südlich von Garmisch-Partenkirchen, hoch im Gelände des Wettersteingebirges, liegen die Überreste des ehemaligen Bleibergwerks Riedbodeneck – auch bekannt als Franz-Adolf-Zeche. Einst Teil einer ganzen Reihe von Erzgruben in dieser alpinen Region, wurde hier vor allem Blei- und Zinkerz gewonnen. Der Betrieb endete bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts, doch die Spuren dieser Zeit sind bis heute sichtbar.
Mehrere Stollenmundlöcher liegen noch offen im Fels, übereinander auf verschiedenen Sohlen. Sie vermitteln einen Eindruck davon, wie arbeitsintensiv und anspruchsvoll der Bergbau in dieser steilen Bergwelt gewesen sein muss. Betreten darf man die Stollen jedoch keinesfalls: Die Gemeinde warnt ausdrücklich vor Lebensgefahr durch Einsturz und ungesicherte Hohlräume.
Ein Besucherbergwerk ist Riedbodeneck daher nicht. Vielmehr handelt es sich um eine stille historische Bergbaustätte, die sich nur von außen erwandern und betrachten lässt – ein ungewöhnliches, fast vergessenen Relikt aus der montanen Vergangenheit des Mittenwalder Raums.