Skisprung Ausrüstung
Skisprung Ausrüstung
Skisprung Ausrüstung
Skisprungbekleidung
Skisprungbekleidung ist hochspezialisiert und unterliegt strengen Vorschriften, da sie die Aerodynamik, den Auftrieb und die Sicherheit des Springers maßgeblich beeinflusst. Hier ist, was sie so einzigartig macht:
Der Anzug erzeugt Auftrieb
Der Skispringanzug wirkt fast wie ein Flügel.
Sein Stoff und Schnitt sind so gestaltet, dass er kontrolliert Luft durchlässt, sodass der Springer während des Flugs Auftrieb erzeugen kann.
Der Anzug muss leicht locker sitzen, aber nur innerhalb strenger Vorgaben.
Mehr Auftrieb = längere Sprünge, daher sind die Vorschriften extrem streng.
Strenge FIS-Vorschriften
Die Internationale Skiverband (FIS) regelt nahezu jeden Aspekt:
Anzugdicke: maximal 4 mm
Luftdurchlässigkeit: muss eine Mindestmenge an Luft durchlassen
Passform: darf nicht mehr als 2 cm größer als der Körper des Springers in einem bestimmten Bereich sein
Material: muss elastisch, aber nicht zu dehnbar sein
Position des Reißverschlusses und Nähte werden ebenfalls reguliert, um keine künstlichen Luftpolster zu erzeugen
Verstößt ein Springer gegen diese Regeln, kann er diskqualifiziert werden—das passiert regelmäßig.
Spezieller Stoff
Die Anzüge bestehen aus mikroperforiertem, schaumstoffgefüttertem Textil, das:
Den Luftwiderstand reduziert
Einen stabilen Druck auf den Körper ausübt
Dem Springer hilft, die Kontrolle während des Flugs zu behalten
Die Luftdurchlässigkeit des Stoffs wird vor den Wettkämpfen überprüft.
Einzigartiger Schnitt und Form
Der Anzug ist so maßgeschneidert, dass er den Flug optimiert:
Etwas locker unter den Armen und zwischen den Beinen, um Luft zu fangen
Glatt und eng an Brust und Rücken, um Turbulenzen zu reduzieren
Entwickelt, um mit der V-Position des Springers in der Luft zu arbeiten
Thermisch, aber leicht
Trotz der kalten Bedingungen ist der Anzug:
Sehr dünn
Nicht isoliert wie normale Winterbekleidung
Vor allem für die Aerodynamik und nicht für die Wärme entwickelt
(Springer halten sich vor ihrem Sprung hauptsächlich in dicken Jacken warm.)
Kurz gesagt:
Skisprungbekleidung ist einzigartig, weil sie wie ein Sportgerät fungiert – fast wie eine Ausrüstung – und nicht wie gewöhnliche Sportbekleidung. Sie sorgt für Auftrieb, muss extrem strenge Vorschriften erfüllen und wurde speziell entwickelt, um den Flug zu optimieren und den Sport gleichzeitig fair und sicher zu halten.
Skisprungschuhe – extrem flexibel und leicht
Im Vergleich zu Alpinskischuhen
Alpinskischuhe sind hart, schwer und fest um den Fuß geschlossen, um Kraft optimal auf die Kanten zu übertragen.
Skisprungschuhe sind das Gegenteil:
Sehr weich und flexibel
Der Springer muss sich weit nach vorn beugen können. Der Schuh darf diese Bewegung nicht blockieren. Er hat deshalb keine harte Kunststoffschale, sondern eine flexible Konstruktion, oft aus Leder oder leichten Verbundstoffen.Flacher und leichter
Das geringe Gewicht verbessert die Flugposition. Der Schuh ist deutlich weniger massiv als ein alpiner Schuh.Stärke der Bindung anders verteilt
Skisprungschuhe werden nur über den Vorderfuß von der Bindung gehalten. Die Ferse bleibt frei beweglich – ähnlich wie bei Langlaufschuhen, aber noch flexibler.
Im Vergleich zu Langlaufschuhen
Langlaufschuhe sind ebenfalls flexibel, jedoch stärker auf Abstoß und Seitwärtsstabilität ausgelegt.
Skisprungschuhe bieten noch weniger seitliche Steifigkeit, weil sie keine Kanten kontrollieren müssen. Außerdem ist ihre Vorderpartie robuster, um beim Landen mit dem V-Stil ausreichend Halt zu geben.
Skisprungskier – lang, gerade und auf Auftrieb getrimmt
Länge und Form
Deutlich länger als Alpinski
Die Länge wird durch das Gewicht des Springers festgelegt (maximal ca. 145 % der Körpergröße).
Ziel: mehr Auftrieb im Flug.Sehr breit im Vergleich zu Alpinski
Die Ski bieten eine große Auflagefläche für Stabilität und Lift.
Kanten spielen hier fast keine Rolle, weil keine Kurven gefahren werden.
Vorspannung und Biegung
Geringe oder andere Vorspannung
Im Gegensatz zum alpinen Carving-Ski, der eine ausgeprägte Taillierung und Vorspannung hat, sind Sprungski fast gerade, um im Flug eine ruhige, stabile Fläche zu bieten.Elastizität
Sie sind relativ weich abgestimmt, damit der Absprung am Schanzentisch optimal umgesetzt werden kann.
Belag und Bauweise
Sprungski sind besonders leicht, da sie nur im geraden Lauf benutzt werden.
Der Belag wird weniger auf Abrieb optimiert, dafür stärker auf Gleitfähigkeit in sehr kalten Temperaturen.
Bindungen sind in der Mitte des Skis angebracht, aber so konstruiert, dass sie bei einem Sturz früh lösen, um Verletzungen zu vermeiden.
Bindungen – zentraler Unterschied
Skisprungbindungen ähneln funktional eher Langlaufbindungen als alpinen:
Nur der Vorderfuß ist fixiert, die Ferse bleibt frei.
Der Springer kann so die typische Absprungposition (Vorneigung) einnehmen und im Flug die Skier an den Körper ziehen.
Bei alpinen Skiern fixiert die Bindung den ganzen Schuh, um Kraft zu übertragen und Kantensteuerung zu ermöglichen.
Zusammenfassung der wichtigsten Unterschiede
Merkmal | Skisprung | Alpin | Langlauf |
Schuhhärte | Sehr flexibel | Sehr hart | Flexibel |
Beweglichkeit der Ferse | Frei | Fixiert | Frei |
Skilänge | Extrem lang | Kurz–mittel | Mittel |
Taillierung | Fast keine | Starke Taillierung | Gering |
Zweck | Auftrieb & Stabilität im Flug | Kurven & Kontrolle | Gleitender Vortrieb |
Bindung | Nur vorn fixiert | Komplett fixiert | Vorn fixiert |